Donnerstag, 26. November 2015

Fastenwoche: 02.- 08. 03. 2015





… und endlich sind wir da
Die Tage und  Wochen vor unserer Fasten- und Meditationswoche waren sehr turbulent. Die Fasnacht hatte uns über Wochen im Griff und es stand eine Veränderung an.
Was wird wohl auf uns zukommen? Haben wir das richtige Gepackt? Wie sind wohl die Zimmer? Haben wir auch Zeit für uns? Danke, dass wir den Mut hatten uns auf den Weg zu machen.
 … angekommen
Nach dem ersten Kennenlernen und beschnuppern aller Kursteilnehmer fühlen wir uns von Anfang an gut aufgehoben, geborgen und heimelig.
Die Mediationen von Pater Augustinus tun einfach gut und gehen tiefer. Klangschalen, Gehmeditation, Sunrisewalk, Körperübungen, … sind ein Genuss.  Die Wanderungen in die nähere Umgebung und die Zugfahrt nach Augsburg zur Dombesichtigung rundeten diese Woche ab. Danke für die gute Begleitung, die Lebensfreude und das viele lachen in dieser Woche.

… Menschen
In der Gruppe, mit vielen gleichgesinnten fällt so manches leichter. Wir sind mit der Gemeinschaft durch diese Woche getragen worden. Danke für die viele neue Menschen, verschiedene Charakteren und lieben Personen die wir in dieser Woche kennen lernen durften. 
 
… Mahlzeiten
Üppig ist sie nicht, die Kur nach F.X. Mayr. Eine Scheibe Brot und ein Schluck Milch zum Morgen- und Mittagsmahl müssen genug sein. Und die Zeit die wir uns zum Essen genommen haben beruhigte zusätzlich noch einmal. Dazu über den Tag verteilt reichlich Tee und Wasser. Das Essen in Gemeinschaft und das Schweigen bei den Mahlzeiten sind eine gänzlich neue Erfahrung für uns. Danke für das Brot, die guten Gaben und die Ruhe und Stille die wir genießen durften.

… runtergefahren
Entschleunigung – ein vielfach strapazierter Begriff. Aber genau dieses durften wir im Kloster St. Ottilien erfahren. Wir sind nach einer Woche erholt, haben ein paar  Kilo weniger auf den Rippen, sind entlastet und frei und unsere Lebensenergiespeicher sind randvoll gefüllt mit Kraft, Kraft die wir im Leben dringend brauchen. Danke für die Kraft die in uns wohnt und die uns von Mutter Erde und dem göttlichen Himmel gegeben ist. Wir vergessen nur zu oft deren Präsenz. Danke, dass wir diese Kraft wieder spüren.

… und zu sich kommen
Sich mit sich selbst beschäftigen. In sich selbst gehen und da gut hinschauen heißt für mich auch: versöhne dich mit dir und deiner Geschichte, damit du innerlich heil wirst, gut zu dir selbst bist und gut nach draußen gehen kannst.  Danke für die Tiefe und die Zeit die wir für uns selbst geschenkt bekommen haben.

… und wenn es dann still wird in mir
Und sich meine Sinne nach innen gerichtet haben, komme ich zu Ruhe. Bin bei mir und spüre diese bedingungslose Liebe. Sie ist für mich die Kraft des Lebens und das einzige das jeden Tag mehr wird wenn ich es verschenke.

Ein Text von Matin Gutl drückt diese Erfahrung wunderbar aus:

Sei deiner Tiefe treu
Sei deiner Tiefe treu, lauf nicht fort von dir
Bleib bei dir in allen Zeiten.
Sei ganz du, und sei es gern
Hilf dir selbst
Geh zu dir nach Hause.
Warte und horche
Sammle dich
Zerstreu dich nicht
Sei deiner Tiefe treu
So wird sich Gott in Dir halten können…


Wir kommen wieder und freuen uns schon auf das nächste Mal.
Ute und Stephan  Ehrmann

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